Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Stammbaum mit Blättern und freien Feldern zum AusfüllenStammbaum mit Blättern und freien Feldern zum Ausfüllen

Spanische Grippe 1918 in Berlin - das große Sterben

Veröffentlicht am 26.10.2020

Zweiter Weltkrieg und spanische Grippe

Gleichzeitig mit dem zweiten Weltkrieg wütet die Spanische Grippe in der Welt, auch in Berlin und Preußen kostet sie Zehntausende das Leben. An dem Virus sterben wohl mehr, als in beiden Weltkriegen zusammen – auch, weil die Behörden sie komplett unterschätzen.

Als das Virus im Juni 1918 das Deutsche Reich erfasst, trifft es auf eine geschwächte, ernüchterte Bevölkerung. An einen Sieg glaubt im fünften Jahr des Krieges kaum noch jemand.

Soldaten bringen die Seuche beim Erholungsurlaub in die Heimat mit, andere schleppen es später bei ihrer Rückkehr nach dem Kriegsende ein.

Innerhalb weniger Monate erkranken Hunderttausende im Kaiserreich an der Spanischen Grippe. Insgesamt sterben bis Januar 1919, innerhalb von nicht einmal sechs Monaten, geschätzt 400.000 Menschen im Land daran. Allein in Berlin sind es mehr als 50.000 Tote.
In den Zeitungen liest man davon kaum etwas.

Die erste Welle im Juni verläuft noch relativ harmlos. Doch Ende August kehrt das Virus zurück – mutiert und jetzt viel aggressiver. Kranke bekommen schon nach kurzer Zeit kaum noch Luft, ihre Lungen sind voll mit ausgetretenem Blut und wässrigem Schleim. Auf den Gesichtern breiten sich mahagonifarbene Flecken aus, dann verfärben sich Hände, Füße und Oberkörper dunkelblau bis schwarz - eine Folge von Sauerstoffmangel. Die meisten sterben kurz darauf an einer bakteriellen Lungenentzündung. Dass es vor allem die Jungen, die eigentlich Gesunden getroffen hat, konnte sich natürlich keiner erklären.  

Ärzte ratlos und Behörden planlos

Die Ärzte sind im Herbst 1918 ratlos, womit sie es zu tun haben – geschweige denn, wie sie die Kranken heilen können. Die neue Form der Spanischen Grippe kommt derart überfallartig, dass die Behörden auch bei gutem Willen spät dran wären. Aber nicht mal diesen Willen zeigen sie – auch aus Angst davor, die durch den absehbar verlorenen Krieg aufgebrachte Bevölkerung mit weiteren Einschränkungen zu reizen. Noch schlimmer ist: Sie reagieren planlos.

In den großen Industriebetrieben waren bis zu einem Drittel der Belegschaften ausgeschaltet. Bei der Berliner Straßenbahn fehlen bald 15 Prozent der Belegschaft, in den Kommunalverwaltungen bis zu 30 Prozent. 

Kein Thema in der Öffentlichkeit

Die beherrschenden Themen in der Öffentlichkeit sind Abdankung des Kaisers, Ausrufung der Republik, Kriegsende und Straßenschlachten. Die Grippe tötet still und heimlich weiter. Über die dritte und in Deutschland letzte bekannte Welle bis März 1919 gibt es kaum noch Aufzeichnungen. 

Fazit

Im März 1920 wird in Preußen der letzte Todesfall gemeldet. In einer Bilanz aus dem gleichen Jahr heißt es über den Freistaat, die Pandemie sei dort "ohne wesentliche Beeinflussung durch systematische Bekämpfungsmaßnahmen verlaufen." Hieraus könne den Behörden ein Vorwurf gemacht werden.

Der Abschlussbericht im Jahr 1923 für das gesamte Deutsche Reich ist 20 Seiten dick. Die Spanische Grippe hat zu diesem Zeitpunkt bis zu fünf Prozent der Erdbevölkerung getötet.

Meine Leistungen 

Ich biete

  • Recherche in Archiven 
    • im Land Brandenburg und
    • in Berlin

BücherstapelBücherstapel

  • Online-Recherche auf Ancestry, MyHeritage, Archion, familysearch, findmypast, Geneanet, Geni, … 

  • Fotografieren von Grabsteinen und Denkmälern in Brandenburg z. B. in Königs Wusterhausen, Wildau, Zeuthen, Zeesen, Bestensee, Pätz, Lübben, Lübbenau sowie in Berlin 

Fehlt ein Foto vom Grab ihrer Ahnen? Bilder GrabsteineFehlt ein Foto vom Grab ihrer Ahnen? Bilder Grabsteine

  • Verschiedene Pakete aus Recherche, Auswertung und Darstellung der Ergebnisse verfügbar 
  • Fahrtkosten für das Aufsuchen von Archiven und Friedhöfen außerhalb von Königs Wusterhausen in Höhe der ÖPNV-Kosten
  • genaue Kosten bitte erfragen unter    kontaktweb@reneehuweahnenforschung.de 

 

 

 

Für die grafische Darstellung von Stammbäumen arbeite ich mit Sven Weber von stammbaumkunst.de zusammen.

 


 

AGB Dienstleistungen

 

AGB Waren Shop 

Cookie-Regelung

Diese Website verwendet Cookies, zum Speichern von Informationen auf Ihrem Computer.

Stimmen Sie dem zu?