Neben der Befragung der noch lebenden Verwandten, im Familienbesitz befindlichen Dokumenten und Erbstücken gibt es zahlreiche weitere Quellen, wo du Daten über deine Vorfahren finden kannst.
Ahnenpass / Ariernachweis:
Dieses Dokument aus der Zeit des Nationalsozialismus kann einen guten ersten Überblick liefern. Du solltest die Daten aber dringend überprüfen, da sie oft fehlerhaft oder bewusst gefälscht sind.
Das Geburts-, Heirats- und Sterberegister findest Du beim zuständigen Standesamt bzw. Stadt- oder Kreisarchiv. Dort können auch Familien- oder Meldebögen vorhanden sein und Dir weiterhelfen. Lass dir eine Kopie des Registereintrages mit allen Randvermerken schicken und keine Urkunde! Frage nach, ob es eine Sammelakte gibt. Wenn ja, fordere auch davon Kopien an.
Diese sind vor 1876 oft die einzige Quelle, die Lebensereignisse festhält. Meist wurden Taufen, Hochzeiten und Bestattungen festgehalten. Außerdem gibt es oft auch Aufzeichnungen zu Kommunionen und Konfirmationen. Hier ist die Konfession entscheidend. Bei matricula.de findest du katholische und bei archion.de evangelische Kirchenbücher online. Leider ist erst ein kleiner Teil online verfügbar.
Ortsfamilienbücher (OFB):
Die Ortsfamilienbücher zeigen Familienstrukturen des Ortes über Generationen hinweg. In ihnen findet man meist auch Ortsbeschreibungen und wichtige Ereignisse. Auch hier sollte man prüfen, welche Quellen zur Erstellung berücksichtigt wurden.
Verwaltungsaufzeichnungen / juristische Dokumente:
Diese helfen Dir, die Biografie deiner Vorfahren mit Leben zu füllen. In Stadt-, Kreis- und Landesarchiven liegen wahre Schätze. Auch in Firmenarchiven findest Du Material. Grundbücher, Höfeverzeichnisse, Prozessakten, Steuerunterlagen, Brandkataster, Personalakten, Testamente, Einberufungsunterlagen, Schulverzeichnisse, etc. liefern interessante Details zur Familiengeschichte.
Weitere Quellen:
Ortschroniken, Friedhöfe, Verlustlisten, Zeitungen, Zunftrollen und auch Bücher über die Orte
Nutze was an Wissen und Erfahrung in den lokalen Vereinen vorhanden ist. Viele Forscher(innen) beschäftigen sich schon seit Jahrzehnten mit Deinem Ort/Deiner Region und den ansässigen Familien und helfen gerne weiter. Viele Vereine haben außerdem eigene Datenbanken und Übersichten, die Dir die Forschung erleichtern.



