Pest im Mittelalter
Die Pest von 1348 gilt als schlimmste Seuche der Geschichte. Mit ihr verändert sich die Gesellschaft radikal: Die Totenglocken läuten das Ende des Mittelalters ein.
Infizierte kamen auf eine Lebenserwartung von einem bis anderthalb Tagen.
Der "Schwarze Tod" raffte in den Jahren von 1347 bis 1352 etwa 40 Prozent der europäischen Bevölkerung dahin – eine Zahl, die noch heute jede Vorstellungskraft sprengt.
Zwischen Sizilien und Skandinavien löste die Pest Furcht und Panik aus. Gerüchte, sie sei irgendwo ausgebrochen, beunruhigten die Menschen, auch wenn sie weit entfernt lebten. Die Seuche kam, so glaubte man, "aus dem Osten", aber wie sie entstanden war und wodurch sie sich ausbreitete, blieb ein Rätsel. Immer wieder gerieten Fremde, vor allem reisende Händler und auch Juden, in Verdacht, sie einzuschleppen.



