Cholera in Hamburg 1892 und Robert Koch
Bei der letzten großen Cholera-Epidemie im Jahr 1892 in Hamburg infizierten sich 17.000 Menschen, 8.600 starben insgesamt. Robert Koch bemängelte die hygienischen Umstände in der Stadt, weil der Senat den Bau einer Filtrieranlage für das Trinkwasser aus Kostengründen verweigert hatte.
Es war ein ungewöhnlich heißer Sommer in Hamburg. Ein Maurergeselle besserte im Hamburger Hafen Abwasserkanäle aus, die in die Elbe mündeten. Zwei Tage später wurde er schwer krank. Am 16. August 1892 wurde er wegen seiner heftigen Durchfälle ins Krankenhaus Eppendorf eingeliefert. Am nächsten Tag war er tot. Ungewöhnlich schnell stieg die Zahl tödlich verlaufender Durchfall-Erkrankungen in Hamburg an.



