Pest - Pandemie im 18. Jahrhundert und Auswirkungen auf die Ahnenforschung
Im frühen 18. Jahrhundert rollte aus Nordost- und Osteuropa eine neue Pandemie auch auf Brandenburg heran. Begünstigt wurde die rasche Ausbreitung durch den damals in diesen Gebieten tobenden Großen Nordischen Krieg (1700-1721), bei dem es – wieder einmal – um den Kampf um das „Dominium Maris Baltici“, die Vorherrschaft im Ostseeraum ging. Auch in Berlin, der preußischen Hauptstadt, deren Einwohnerzahl bis zu diesem Zeitpunkt auf etwa 55.000 angewachsen war, befürchtete man das Schlimmste. Und dies aus allzu verständlichen Gründen! Im fernen ostpreußischen Königsberg hatte die Pest bereits etwa ein Viertel der zuvor sich auf 40.000 Menschen belaufenden Bevölkerung gefordert, in Danzig betrug der Aderlass gar fast die Hälfte.



