Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Stammbaum mit Blättern und freien Feldern zum AusfüllenStammbaum mit Blättern und freien Feldern zum Ausfüllen

Als zum letzten Mal in Deutschland eine Cholera-Epidemie ausbrach

Veröffentlicht am 26.10.2020

Cholera in Hamburg 1892 und Robert Koch

Bei der letzten großen Cholera-Epidemie im Jahr 1892 in Hamburg infizierten sich 17.000 Menschen, 8.600 starben insgesamt. Robert Koch bemängelte die hygienischen Umstände in der Stadt, weil der Senat den Bau einer Filtrieranlage für das Trinkwasser aus Kostengründen verweigert hatte.

Es war ein ungewöhnlich heißer Sommer in Hamburg. Ein Maurergeselle besserte im Hamburger Hafen Abwasserkanäle aus, die in die Elbe mündeten. Zwei Tage später wurde er schwer krank. Am 16. August 1892 wurde er wegen seiner heftigen Durchfälle ins Krankenhaus Eppendorf eingeliefert. Am nächsten Tag war er tot. Ungewöhnlich schnell stieg die Zahl tödlich verlaufender Durchfall-Erkrankungen in Hamburg an.

Als am 23. August 1892 die Hansestadt Hamburg den Ausbruch der Epidemie dem kaiserlichen Gesundheitsamt in Berlin meldete, waren bereits mehr als tausend Menschen an Cholera erkrankt und über 450 Menschen gestorben. Die Unruhe in der Bevölkerung war groß, wer es sich leisten konnte, verließ die Stadt.

Warum Altona nicht betroffen war und das Gängeviertel am schlimmsten

Am 24. August traf Robert Koch in Hamburg ein, Entdecker des Choleraerregers und Leiter des Preußischen Instituts für Infektionskrankheiten: „Ich habe noch nie solche ungesunden Wohnungen, Pesthöhlen und Brutstätten für jeden Ansteckungskeim angetroffen wie in den sogenannten Gängevierteln, die man mir gezeigt hat.“

Schlechte Hygiene begünstige die Ausbreitung der Cholera, so Koch. Die eigentliche Infektionsquelle aber sei das Hamburger Trinkwasser.

Im benachbarten Altona gab es kaum Cholerafälle. Altona besaß bereits seit 1859 ein Filterwasserwerk. Hamburg aber nicht. Hier wurde ungefiltertes Elbwasser in die Wasserleitungen eingespeist. Der Senat hatte den Bau einer Filtrieranlage aus Kostengründen 20 Jahre lang aufgeschoben. Als die Cholera ausbrach, hatte der Bau der Anlage gerade begonnen.

Zehn Wochen lang wütete die Cholera in Hamburg. Von damals rund 640 Tausend Einwohnern erkrankten an die 17 Tausend. Über 8.600 starben.

Hamburg griff einige Anregungen Robert Kochs auf: Das Gängeviertel wurde saniert, ein modernes Wasserwerk errichtet und ein Hygienisches Institut gegründet. Es war die letzte große Cholera-Epidemie in Deutschland.

Verschwunden aber ist diese schwere bakterielle Infektionskrankheit – trotz Impfung – auch im 21. Jahrhundert noch nicht.

Meine Leistungen 

Ich biete

  • Recherche in Archiven 
    • im Land Brandenburg und
    • in Berlin

BücherstapelBücherstapel

  • Online-Recherche auf Ancestry, MyHeritage, Archion, familysearch, findmypast, Geneanet, Geni, … 

  • Fotografieren von Grabsteinen und Denkmälern in Brandenburg z. B. in Königs Wusterhausen, Wildau, Zeuthen, Zeesen, Bestensee, Pätz, Lübben, Lübbenau sowie in Berlin 

Fehlt ein Foto vom Grab ihrer Ahnen? Bilder GrabsteineFehlt ein Foto vom Grab ihrer Ahnen? Bilder Grabsteine

  • Verschiedene Pakete aus Recherche, Auswertung und Darstellung der Ergebnisse verfügbar 
  • Fahrtkosten für das Aufsuchen von Archiven und Friedhöfen außerhalb von Königs Wusterhausen in Höhe der ÖPNV-Kosten
  • genaue Kosten bitte erfragen unter    kontaktweb@reneehuweahnenforschung.de 

 

 

 

Für die grafische Darstellung von Stammbäumen arbeite ich mit Sven Weber von stammbaumkunst.de zusammen.

 


 

AGB Dienstleistungen

 

AGB Waren Shop 

Cookie-Regelung

Diese Website verwendet Cookies, zum Speichern von Informationen auf Ihrem Computer.

Stimmen Sie dem zu?