Im Dorf Bouzincourt führt eine Wendeltreppe direkt von der Kirche in ein Labyrinth aus künstlichen Höhlen aus dem 16. Jahrhundert. Die Inschriften sind hier so deutlich zu lesen, als ob sie gestern geschrieben wurden.
Forscher haben außerdem Helme, Gewehre, Patronen und Dosen von Rindfleisch-Rationen gefunden - hinterlassen von britischen Soldaten und anderen Commonwealth-Einheiten, die sich hier während der Schlacht an der Somme 1916 vor den deutschen Kanonen verschanzt hatten.
Auch Tolkien soll dort gewesen sein und von dort Inspirationen für seine Romane mitgebracht haben.
Bouzincourt FrankreichEs ist ein Fundus an historischen Informationen und auch an Kunstwerken, der bei Forschern und Nachkommen der Soldaten auf wachsendes Interesse stößt. Die Graffiti schildern auch die Denkweise der Männer, die in einem Krieg kämpften, der heute für sinnloses Sterben steht.
Die Schriften ermöglichen es den Forschern auch, noch heute die Namen von Soldaten und deren Familien aufzuspüren. Denn in vielen Fällen ist es die letzte Aufzeichnung von Männern, die einfach verschollen waren. Hunderttausende verschwanden im Ersten Weltkrieg, ausgelöscht durch Granatfeuer oder versunken im aufgewühlten Schlamm Flanderns.



